Interview mit Daniela

Was war der ausschlaggebende Moment, an dem Du dich entschieden hast ein Zimmer unter zu vermieten?
Mein Besuch beim Klimafest in Schallstadt hat mir deutlich gemacht, dass ich mit meiner Wohnsituation im “Luxus” lebe. Den Gedanken Wohnraum zu teilen, bzw. unterzuvermieten hatte ich schon seit ca. 5 Jahren. Habe das aber nie umgesetzt. Beim Klimafest ist mir die Situation nochmal bewusst geworden und ich habe Nägel mit Köpfen gemacht und dann dauerte es noch ca. 3 Wochen bis meine erste Untermieterin eingezogen ist. 

Wie kann man sich das organisatorisch vorstellen?
Ich habe eine Doppelhaushälfte mit relativ offenen Räumen bzw. Treppen durch die Etagen, Küche und Wohnzimmer sind offen. Ein Bad. D.h. wir nutzen alles gemeinsam. Wichtig sind vorherige Absprachen und wichtig ist, sich gefühlsmäßig nicht zu sehr einschränken zu müssen. Dinge die stören werden von beiden Seiten angesprochen. Ich glaube mir ist das bei meiner zweiten Untermieterin leichter gefallen und besser gelungen.

Wie bereichert die Mitbewohnerin Dein Leben?
Es ist ein großer Altersunterschied zwischen uns. Nach 2 Söhnen erlebe ich mal ein Mädchen. Sie kocht und ich freue mich, dass ich es “aushalte” ihr die Küche, die mein geliebter Bereich ist, zu überlassen. Wir sitzen abends schon mal zum Karten spielen zusammen. Es kommt zu netten Gesprächen über alltägliches. Es ist schön zu wissen, dass noch jemand im Haus ist, auch wenn man nicht die ganze Zeit gemeinsam verbringt und sich vielleicht auch mal einen Tag lang überhaupt nicht begegnet. 

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