In Deutschland gilt Leitungswasser als eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel. Es wird nach der Trinkwasserverordnung regelmäßig auf chemische, mikrobiologische und hygienische Parameter geprüft und ist grundsätzlich sauber und gesundheitlich unbedenklich. Spuren von Medikamentenrückständen können zwar in sehr geringen Mengen nachgewiesen werden, diese liegen jedoch deutlich unter gesundheitlich relevanten Werten. Nach aktuellem Kenntnisstand besteht kein Gesundheitsrisiko.
Mikroplastik kann in sehr kleinen Mengen vorkommen, aber die Aufnahme über Leitungswasser ist gering und vernachlässigbar im Vergleich zu Nahrung und Atemluft. Bisher gibt es keine belastbaren Hinweise auf Gesundheitsgefährdung.
Ein wesentlicher Risikofaktor sind alte Bleirohre, vor allem in Gebäuden ab Baujahr vor 1973. Aus solchen Leitungen kann Blei ins Wasser gelangen, problematisch für Säuglinge, Kleinkinder und Schwangere.
Hygienische Probleme entstehen meist in der Hausinstallation und nicht im Wasserwerk. Regelmäßiger Wasserdurchfluss und morgendliches Ablaufenlassen helfen, Keimbildung zu vermeiden.
Auch Haushaltswasserfilter sind in Deutschland in der Regel nicht sinnvoll, da sie meist keinen gesundheitlichen Zusatznutzen bieten und Keime begünstigen können. Insgesamt bleibt Leitungswasser sehr sicher; das größte Risiko liegt in alten Hausleitungen, nicht im Wasser selbst!
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